Was ist eine Langzeit-Blutdruckmessung und was kann man dabei erkennen?

Bei einer Langzeit-Blutdruckmessung wird über einen Zeitraum von 18 bis 24 Stunden in regelmäßigen Abständen automatisch der Blutdruck gemessen und auf einem kleinen Gerät gespeichert. Anhand dieser Werte kann der Arzt später erkennen, ob der Blutdruck im Normalbereich liegt oder ob es am Tag der Untersuchung zu erhöhten oder zu niedrigen Blutdruckwerten gekommen ist. Die Langzeitblutdruckmessung gilt derzeit als beste Methode zur Diagnostik eines Bluthochdruckes. Es können außerdem Hinweise auf das Vorhandensein von schlafbezognenen Störungen der Atmung gesammelt werden.

 

Wie läuft das Anlegen des Gerätes ab?

Das Anlegen des Gerätes erfolgt wie bei einer üblichen Blutdruckmessung auch. Die Blutdruckmanschette ist lediglich über ein Kabel mit einem kleinen Kasten, der die Pumpeneinheit und die Messelektronik enthält, verbunden.
Das Gerät misst nun selbstständig am Tag alle 15 Minuten und in der Nacht alle 30 Minuten den Blutdruck. Die MFA händigt Ihnen ein Protokoll aus, dass Sie am Tag der Untersuchung führen sollen. Darin wird ihr ungefährer Tagesablauf festgehalten. So kann der Arzt später erkennen, zu welchen Zeiten eher Ruhe- oder Belastungsphasen stattgefunden haben. Das Anlegen des Gerätes dauert etwa 5-10 Minuten.

 

Was muss ich beim Tragen des Gerätes beachten?

Die Untersuchung sollte unter Alltagsbedingungen stattfinden. Sie sollten sich an diesem Tag nicht extra schonen. Ansonsten kann es zu falsch niedrigen Blutdruckwerten kommen und so das Blutdruckprofil über den Tag verfälschen. Es wäre schön, wenn Sie auch eine kleine „Belastungsphase“ in den Tag integrieren können. So können wir sehen wie Ihr Blutdruck sich unter körperlicher Belastung verhält.
Sollte sich die Manschette im Laufe des Tages lockern, warten Sie bitte ab bis das Gerät eine Messung abgeschlossen hat. Dann können Sie die Manschette kurz lösen und sie mit der Markierung Richtung Armbeuge zeigend wieder fest am Oberarm befestigen. Das „leer“ aufpumpen der Manschette (Manschette nicht am Körper befestigt) ist zu vermeiden, da das Gerät dadurch Schaden erleiden kann. Bitte Gehen sie mit dem Gerät auch nicht in die Dusche oder Badewanne, da es nicht wasserfest ist.

 

Wie läuft das Abnehmen des Gerätes und die Auswertung ab?

Am nächsten Tag kommen Sie zu uns in die Praxis und eine MFA nimmt Ihnen das Gerät wieder ab. Bringen Sie bitte auch das ausgefüllte Protokoll wieder mit. Nun werden die Messdaten des Gerätes ausgelesen und dem Arzt zum Auswerten vorgelegt.
In der Regel erfolgt die Auswertung mit dem Patienten in der Sprechsstunde, kann aber auch telefonisch erfolgen. Bitte gleichen Sie daher auch Ihre Telefonnummer mit uns ab.

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